Von tollkühnen Ballönern und ihren fahrenden KISTEN

Seit sich Luftfahrtpioniere 1783 in Frankreich das erste Mal mit einem Ballon in himmlische Regionen wagten, kam es zu einem unvergleichlichen Erfolg dieser Luftfahrtgeräte „leichter als Luft“.

Von Anfang an gab es dabei eine Konkurrenz zwischen den beiden im gleichen Jahr entwickelten Systemen, den Heißluft- und den Gasballonen. Während in den Anfangsjahren das Prinzip des von Professor J. A. C. Charles (1746-1823) entwickelten Ballons mit Gasfüllung (Charliere) das erfolgreichere war, dauerte es fast 150 Jahre, bis es beim Heißluftballon (Montgolfiere) zu einer bahnbrechenden Weiterentwicklung kam. Der Österreicher Brunner entwickelte im Jahre 1934 einen Petroleum-Brenner, der es gestattete, eine Ballonhülle kontinuierlich mit Heißluft zu versorgen und so Fahrten bis zu zwei Stunden Dauer zu erreichen.

Der Ballon als Zuschauermagnet bei Volksbelustigungen aller Art

Die ersten „Aeronauten“, die mit ihrem Ballon aufdem europäischen Festland und England, den staunenden Menschenmassen gegen ein Entgelt das Schauspiel eines Ballonaufstieges boten, kamen aus Frankreich, dem Mutterland der Luftschiffer. Einer der schillerndsten Figuren unter ihnen war Jean Pierre Blanchard (1753-1809), der in die Geschichte als erster Berufsluftschiffer einging. Als Trittbrettfahrer hatte er die Erfolge des Prof. Charles genutzt. 

Bereits im August 1781 war er an die Öffentlichkeit getreten und hatte verkündet, er werde bald wie ein Rabe durch die Luft fliegen. Sein Fluggeräte sollte allerdings ein Schwingflügelgerüst sein, mit dem er sich erheben wollte. Die Entwicklung der Charliere bot ihm nun die Möglichkeit, seine Schwingflügel am Ballon einzusetzen. Am 2. März 1784 absolvierte er seine erste Luftfahrt mit einer so ausgerüsteten Charliere,wobei sich seine Ruderversuche als erfolglos erwiesen. Aber Blanchard verstand sein Geschäft. Er wurde nach England eingeladen und führte dort gelungene Ballonaufstiege aus. Nachdem er einen Geldgeber gefunden hatte, gelang ihm am 7. Januar 1785 in Begleitung des Amerikaners Dr. Jeffries die Überquerung des Ärmelkanals von Dover nach Guines (Frankreich). Mit dieser Leistung empfahl er sich für Ballonaufstiege in allen größeren Städten in ganz Europa.

Sein Mitkonkurrent bei der Kanalüberquerung, der erste Luftfahrer in der Menschheitsgeschichte Pilậtre de Rozier, hatte dabei weniger Glück. In einer Kombination von Heißluft- und Gasballon, einer nach dem Erfinder benannten „Roziere“, wagte er trotz Warnungen aus der Fachwelt am 15. Juni 1785 den Versuch, den Kanal von Frankreich nach England zu überqueren. Es kam wie es kommen mußte, das offene Feuer brachte das Wasserstoffgas zur Explosion, und der erste Luftfahrer wurde das erste Todesopfer in der kurzen Luftfahrtgeschichte. Blanchards Ansehen als Luftschiffer wuchs durch dieses Ereignis und bereits am 3. Oktober 1785 erfolgte sein erster Ballonaufstieg in Deutschland, wobei als Aufstiegsort die Stadt Frankfurt am Main gewählt wurde. Am 29. September 1787 stieg Blanchard bei seiner 29. Auffahrt von der Petersvorstadt in den Leipziger Himmel. Zum Entsetzen der staunende Menge warfBlanchard zwei ihn begleitende Hunde an Fallschirmen hängend über Bord,welche aber wohlbehalten auf die Erde kamen. 

An diesem wohlgelungenen Ballonaufstieg, mußten sich die zahlreichen, in der Folgezeit Leipzig mit ihren Ballonaufstiegen beehrenden Ballonfahrer, messen lassen. Nachdem der europäische Kontinent durch Blanchard abgegrast war, brachte er 1793 das Ballonfahren nach Amerika. Die Ballonauffahrten erfreuten sich von nun an weltweiter Beliebtheit.

Der Ballon als Helfer der Wissenschaft bei der Erforschung der Atmosphäre

Es ist nur zu verständlich, das die Wissenschaft großes Interesse zeigte, mit Hilfe des Ballons, die Zusammensetzung und die meteorologischen Vorgänge in der uns umgebenden Atmosphäre zu ergründen. Bereits beim ersten bemannten Aufstieg einer Charliere (01.12.1783) hatte ihr Erfinder Prof. Charles ein Barometer und ein Thermometer für wissenschaftliche Beobachtungen an Bord seines Ballons. Auch Blanchard leistete auf diesem Gebiet seinen Beitrag, als er von einem Ballonaufstieg in England Luft aus größerer Höhe mitbrachte, die von dem englischenPhysiker Cavendish untersucht wurde. Für die Wissenschaft war es wichtig zu erfahren, wie sich die Druckverhältnisse und die Luftzusammensetzung in größeren Höhen veränderten. 

In Hamburg erfolgte im Juli 1803 der erste Ballonaufstieg, der eine wissenschaftliche Zielstellung zur Klärung dieser Probleme hatte. E. G. Robertson (1763-1837) und der Physiker Lhöest stiegen mit ihrem Ballon bis auf eine Höhe von 7000 Metern, eine beachtliche Höhe für die damalige Zeit, zumal keine Beatmungsgeräte an Bord waren. Erst im Jahre 1862 wurde dieser Höhenrekord durch den englischen Ballonfahrer Henry Tracy Coxwell in Begleitung des englischen Physikers James Glaisher überboten. Auch diese Fahrt erfolgte ohne Sauerstoff-Beatmungsgeräte und es wurden mit dem Ballon „Mammoth“ 9000 Meter Höhe erreicht. 

1784: Eine Sensation in Europa, der Aufstieg des französischen Luftschiffes Theodor Sivel mit fünf gekoppelten Ballonen

Im April 1875 kam es in Frankreich bei einem wissenschaftlichen Höhenaufstieg eines Ballons zu einer Katastrophe. Der von Sivel konstruierte Ballon „Zenith“ stieg mit Gaston Tissandier, Theodor Sivel und Croce-Spinelli bis in eine Höhe von 8000 Meter auf. Ein Versagen der mitgeführten Sauerstoffanlage führte zur einer Bewußtlosigkeit der Balloninsassen, aus der nur Tissandier erwachte, und durch ihn ein Schnellabstieg des Ballons eingeleitet wurde. Für seine beiden Mitstreiter kam jede Hilfe zu spät, während Tissandier bei diesem schnellen Abstieg sein Gehör einbüßte. Als Leipzig die Nachricht von diesem Unglück erreichte, organisierten die Bürger spontan eine Geldsammlung für die Tochter des verunglückten Th. Sivel. Theodor Sivel war zum beliebtesten Ballonfahrer Leipzigs geworden, da er in den Jahren 1872-1874 zahlreiche Ballonaufstiege mit zahlungskräftigen Leipzigern unternommen hatte, wobei auch erstmals 1874 in Europa eine spektakuläre Fahrt mit fünf gekoppelten Ballonen erfolgte. 

Eine Fortsetzung dieser Höhenflüge erfolgte auch in Deutschland, wobei beachtliche Erfolge erzielt wurden. Es waren die Wissenschaftler Richard Aßmann (1845-1918) und Reinhard Süring (1866-1950), die am 31. Juli 1901 mit dem Ballon „Preußen“ die Höhe von 10 200 Metern erreichten. Professor Aßmann war Leiter des preußischen Aeronautischen Observatoriums und initiierte ein weltweites Wetterbeobachtungsnetz. Zu den Aufgaben der Wetterbeobachtungsstationen gehörte und gehört bis heut der Aufstieg von Pilotballonen zur Wettervorhersage.1931 gelang es Professor Auguste Piccard (1884-1962), bei einem Ballonaufstieg mit 15 781 Metern Höhe, die 1902 durch Aßmann und Teisserene de Bort entdeckte Stratosphäre (eine Luftschicht in etwa 12-50 Kilometer Höhe), zu erreichen. Weitere Stratosphären-Ballonaufstiege erfolgten in Belgien, der Sowjetunion und den USA.

Ein Ballofahrertraum wird wahr durch die Entwicklung des “Lenkballons“

Der Traum von einem „lenkbaren Ballon“ ist sicher nicht nur der Wunsch eines gebeutelten Ballonfahrers nach einer Schlechtwetterfahrt gewesen, seit es Ballone gibt machte man sich Gedanken, wie man sein Fahrtziel selber festlegen und mit Hilfe irgendwelcher Vorrichtungen am Ballon auch erreichen könnte. Wir erinnern uns an Blanchard, der mit seinen Luftpaddeln dies vergeblich versuchte. Viel mehr beschäftigte dieses Problem die Militärs, die sich mittels Lenkballonen eine neue Waffe erhofften. Vorerst mußten sie sich aber auf die militärische Verwendung von Fesselballonen beschränken. Der erste Einsatz eines französischen Fesselballons “L’ Entreprenant” erfolgte bei der Schlacht von Fleurus, bei der erfolgreichen Ausspähung österreichischer Stellungen im Jahr 1794. Bereits 1784 erschien ein revolutionierendes Projekt für einen Lenkballon. Erstmals ging dabei der Konstrukteur J. Baptiste Meusnier von der Kugelform ab und sah einen länglichen Ballonkörper vor, der durch eine mit Muskelkraft betriebenen Luftschraube bewegt werden sollte. 

Aber erst dem französischen Ingenieur Henry Giffard (1825-1882) gelangen im Jahre 1852 die ersten Erfolge, als er eineDampfmaschinezum Antrieb einer Luftschraube benutzte. Offensichtlich verfolgte auch der französische Schriftsteller Jules Verne (1828-1905), mit großem Interesse die Entwicklung eines Lenkballons.1863 erscheint sein erstes Buch „Fünf Wochen im Ballon“, der Originaltitel „Cinq semaines en ballon“, in dem er die Abenteuer seines Helden Dr. S.Fergusson und dessen zwei Begleiter bei einer Ost-West-Querung Afrikas mit einem Ballon von Sansibar nach dem Senegal beschreibt. Ein weiterer Meilenstein bei der Realisierung eines Lenkballons war die Konstruktion des deutschen Ingenieurs Paul Haenlein, der ein englisches Patent nutzend, sein Luftschiffmit einem Gasmotorenantrieb ausstattete. Anfang des Jahres 1880 weilte der sächsische Oberförster Ernst Georg Baumgarten (1837-1884), der Erfinder eines mit Muskelkraft betrieben Luftschiffes in Leipzig. Leider gewann er durch seinen mißglückten Aufstieg mit diesem Gerät nicht die Sympathie der hiesigen Presse, wohl aber die Bekanntschaft mit dem Buchhändler Dr. phil. Hermann Wölfert (1850-1897). 

Dieser entwickelte das Luftschiff Baumgartens weiter und rüstete esmit einem Verbrennungsmotor der Firma Gottlob Daimler aus. Aber auch mit dem Elektroantrieb wurde bei den Lenkballonen experimentiert. 1884 stieg die vonCharles Renard und A. C. Krebs entwickelte „La France“ mit Elektroantrieb auf und erreichte nach einer Fahrstrecke von 25 Kilometer wieder ihren Startplatz, eine bis dahin einmalige Leistung. Nun ging es Schlag auf Schlag, ein vorläufiger Höhepunkt war dabei die Umrundung des Eiffelturms durch Santos Dumont am 19. Oktober 1901. 

Der Wettlauf im Bau von Luftschiffen, wie inzwischen die Lenkballone genannt wurden, begann. Eine führende Stellung errangen dabei die Luftschiffbauer in Frankreich und Deutschland. In Deutschland verfolgte Graf Zeppelin dabei das Prinzip der „starren Luftschiffe“ während Major von Parseval das System der „unstarren Luftschiffe“ (Pralluftschiffe) bevorzugte. Beide Systeme wurden sowohl zivil als auch militärisch genutzt. Nach einem kurzen Debüt einiger Zeppelin-Luftschiffe als ziviles Verkehrsmittel bei der DELAG, kam die zivile Nutzung mit Ausbruch des I. Weltkrieges zum Erliegen. Der Luftschiffhafen Leipzig-Mockau, im Jahre 1913 gegründet, wurde zur Produktionsstätte von Schütte-Lanz-Luftschiffen für Heer und Marine. 

Der Ballon entwickelt sich zum Sportgerät

Schon um 1900 hatten die zahlreichen Ballonaufstiege in allen größeren Städten ihren Reiz für ein zahlendes Publikum verloren. Es waren die zur Jahrhundertwende in Deutschland zahlreich existierenden Luftschiffer-Ortsvereine, die entscheidend für die Herausbildung des Ballonsports in Deutschland waren. In Sachsen bestand seit 1897 ein Verein zur Förderung der Luftschiffahrt. 

Zahlreiche Ballonaufstiege dienten neben dem eigentlichen Erleben einer Ballonfahrt auch rein sportlichen Interessen. Im Jahre 1905 wurde in Paris die Federation Aeronautique International (F.A.I.) gegründet. Ziel dieser Vereinigung war es international verbindliche Regeln für den Luftsport zu schaffen. Im Jahre 1905 stiftete der amerikanische Zeitungsverleger James Gordon Bennett (1841-1918) einen großen Preis für ein alljährlich stattfindendes „Luftballonrennen“. Dazu wurde ein Wanderpokal ausgeschrieben, der nach dreimaligem Erlangen durch ein Land, in dessen Besitz überging. Das Land, welches den Sieger stellte, hatte die nächste Veranstaltung auszurichten. Am 30. September 1906 startete in Paris das erste Gordon Bennett-Rennen, unter den 16 teilnehmenden Ballonen auch drei deutsche. Den Sieg holte sich ein Amerikaner und so wurde Amerika der Ausrichter der nächsten Veranstaltung. Bis zum Ausbruch des I. Weltkrieges erregten diese Ballonwettbewerbe das Interesse in der ganzen Welt, der Ballonsport war so populär wie noch nie. 

In Leipzig war es der 1909 gegründete Verein für Luftschiffahrt, der mit seinen zwei Ballonen zahlreiche Wettfahrten vom Lindenauer Sportplatz aus organisierte und durchführte. Leipziger Ballonfahrer beteiligten sich aber auch an anderen Konkurrenzen im In- und Ausland. Bereits damals gab es die auch heut noch im Ballonsport praktizierten Disziplinen wie Fuchsjagd, Fernfahrten mit festgesetztem Ziel, Freifahrten mit dem Ziel der größtmöglichen Entfernung oder Freifahrten zur Erzielung einer maximalen Fahrtzeit. Als publikumswirksame Attraktion ist die auch bei der SAXONIA INTERNATIONAL BALLOON FIESTA (Veranstalter Wohlfahrt GmbH) praktizierte Disziplin des „Keygrab“ hinzugekommen.

Nach dem II. Weltkrieg kam es durch den Einsatz neuartiger Heißluftballone mit Propan-Brennern zu einer Verlagerung der Ballonsportaktivitäten vom Gasballon zum Heißluftballon. Besonderen Anteil hieran hat Don Piccard (ein in den USA lebender Neffe von Auguste Piccard). Die Birnenform der Ballone wurde durch den Einsatz von Computern berechnet. Heut sieht man aber immer häufiger Sonderformen von Heißluftballonen, wobei den Ballonentwicklern in ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Weltweit steigt die Zahl der durch die Luftfahrtbehörden zugelassenen Heißluftballone ständig. Durch ihre gute Handhabung und die Einhaltung von vorgegebenen Höhen, der Einsatz von GPS-Geräten zur genauen Standortbestimmung, Gebrauch von Transpondern und die Aufrechterhaltung von Funkkontakten mit den Flugsicherungsbehörden ist ein gefahrloses Neben- und Miteinander der Ballone mit anderen Luftfahrtzeugen möglich.

Spektakuläre Rekordfahrten in der Geschichte der Ballonfahrt

Neben dem Erreichen großer Flughöhen war den Ballonfahrern eine Steigerung der mit dem Ballon zurückgelegten Wegstrecke und das Erreichen einer langen Flugdauer von jeher eine große Herausforderung. 

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Man sollte es nicht glauben, aber auch in Leipzig wurde an der Geschichte der Ballonrekorde mitgeschrieben. Als nach Beendigung der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung im Oktober des Jahres 1897, der dort betriebene Fesselballon in einen Freiballon umgerüstet wurde, beschloß man mit diesem eine Weitfahrt zu unternehmen. Vom Leipziger Modehaus August Polich wurde das ganze Unternehmen finanziert. Unter der Leitung des französischen Ballonfahrers Louis Godard legte der Ballon bei seiner Fahrt am 19./20.10.1897 in 24 ¼ Stunden die 1665 km lange Strecke von Leipzig bis Tornau (Ostpreußen) zurück. Damit wurde der Weltrekord für „Ballondauerfahrten“ des Franzosen Rossier mit einer Dauer von 22 Stunden und 40 Minuten gebrochen. Auch der nahegelegene Ballonaufstiegsplatz in Bitterfeld wurde zum Ausgangspunkt vieler Rekordfahrten. Dr. Kurt Wegener und sein Begleiter Dr. Adolf Koch gelang am 10./11.04.1907 nach einem Aufstieg in Bitterfeld die Fahrt nach Leicester in England, es war dies die erste Fahrt eines Ballons von Deutschland nach England. Im Februar 1914 startet der Ballon „Siemens-Schuckert“ unter Leitung des Ballonführers Rudolf Berliner und zweier Begleiter zu einer 47stündigen Weitfahrt, die den Ballon von Bitterfeld in das 3051 Kilometer entfernte Gouvernement Perm (Ural) führte. Mit dem Ausbruch des I. Weltkrieges ging eine interessante Ära der Ballonrekorde zu Ende. 

Als große Herausforderung für die Ballonfahrer galt die Überquerung des zwischen Europa und Amerika liegenden Atlantiks. Die ersten Versuche von Amerika aus gab es bereits 1835. Nach einer Reihe von Mißerfolgen, erfolgte erst im Dezember 1958 ein erneuter Versuch, diesmal jedoch in umgekehrter Richtung, von den Kanarischen Inseln in die Neue Welt. Auch dieser Versuch schlug fehl. Erst im August 1978 gelang es dem Ballon „Double Eagle II“ mit einer dreiköpfigen Besatzung die Tücken einer Atlantiküberquerung zu meistern. Im Bundesstaat Maine gestartet, führte sie ihr Flug bis nach Misery in Frankreich. Dieses Ereignis war aber nicht das Ende der Fahnenstage im Bestreben nach neuen Ballonbestleistungen, als nächstes Ziel wurde eine Nonstop-Umrundung der Erde anvisiert. Als erster Besatzung gelang dies Bertrand Piccard und Brian Jones mit ihrem Ballon „Breitling Orbiter 3“. 

orbiterSie starteten am 1. März 1999 in der Schweiz und landeten am 21. März 1999 in Ägypten. Gelungen war dieser Flug mit einer bereits 1785 durch Rozier bei seiner mißglückten Kanalüberquerung angewandten Technologie, der Koppelung der Systeme von Heißluft- und Gasballon, allerdings mit der Technologie des 20. Jahrhunderts. An Stelle des hochexplosiven Wasserstoffgases verwendete man das nichtbrennbare Helium. Im Jahre 2002 bewies der amerikanische Multimillionär Steve Fosset mit seinem Ballon „Spirit of Freedom“, daß eine Erdumrundung auch Solo möglich ist. Wir können also gespannt sein, welchen Herausforderungen sich die Ballonfahrer in Zukunft stellen werden.

Ich bedanke mich hier ausdrücklich für die Zuarbeit von Wolfgang Rumpelt im Jahre 2005.

Hans-Peter Wohlfahrt


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